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Über uns
In der Hansestadt Attendorn, im Herzen des Sauerlandes, bekannt durch die Atta-Höhle und den Biggesee, ist die Schlaggemeinschaft Kersting & Söhne beheimatet. Gereist wird im Verein „Atta“ (06559) Attendorn in der RV Volmetal (fusioniert seit 2015 mit der RV Biggesee), die dem Regionalverband 405 Bergisch Land angehört. Es wird in Süd-Ost-Richtung geschickt mit der Gruppe der RVen Gummersbach, Sauerländische, Radevormwald, Wuppertal, Ennepetal und Lennetal-Letmathe.

Aktuelles:

Die Schlaggemeinschaft Fritz, Thomas und Benedikt Kersting beenden ein exzellentes Reisejahr 2016 mit einem absoluten Highlight, der Olympiateilnahme in Brüssel 2017!
Der 333, genannt „Chef 333“, ein Ausnahmeathlet der seinesgleichen sucht! Die Schlaggemeinschaft Kersting bewirbt sich mit ihrem 3. AS-Vogel BRD für die Olympiade 2017 in der Sportklasse Kat. B Mittelstrecke in Brüssel. Zahlreiche Titel konnte das fahle AS in seiner kurzen Karriere seit 2014 sammeln und ist damit ein würdiger Super-Star-Kandidat für die DBA 2017.
Für die Schlaggemeinschaft begann eine „neue Zeitrechnung“ im Jahre 2010, als durch einen Zufall im Februar in Attendorn plötzlich Bernd Haas vor der Tür stand. Man lernte sich kennen und im September wurden bei Bernd 13 Tauben erworben, wovon vier sich als echte Vererber heraustellten. Bernd hat uns zu diesem Zeitpunkt schon prophezeit, dass wir mit diesen Tauben in ein paar Jahren auf Bundesebene mitspielen werden, wenn sonst alles zusammen passt. Eine der beschrieben Vererber ist die Täubin „2118 W“, die Mutter des Olympiateilnehmers „Chef 333“. Mittlerweile besteht zu Bernd Haas eine außergewöhnlich gute Freundschaft.

Der Vater des Olympiateilnehmers „Chef 333“ ist der „790“ von Hubert und Jens Borker aus Lingen. Dieser wurde auf einer Internetversteigerung der Borkers im Dezember 2013 ersteigert. Er stammt aus dem Stammpaar der Borkers „Totila x Halla". Dieses Wunderzuchtpaar weiter vorzustellen wäre wie Eulen nach Athen zu tragen.
Als wir den „790“ in Lingen abholten und ihn in die Hand bekamen wussten wir sofort, daß dies eine ganz besondere Taube ist. Und er hat uns nicht enttäuscht. Auf Anhieb bringt er mit unterschiedlichen Weibchen Reiseasse.

Nur ein Jahr nach dem nationalen Titel des Chef 333, konnte sich 2017 ein Weibchen durch besondere Leistung hervor tun. Die 652W "Miss Enns", die schon jährig auf dem Endflug 2016 ab Enns, den ersten Konkurs regional fliegt, macht auf dem Endflug 2017, vom gleichen Auflassplatz wie im Vorjahr, den 5. Konkurs regional und damit ihrem Namen alle Ehre. Da sie im selben Jahr bereits auf allen Regionalflügen durch Spitzenplatzierungen glänzen konnte, wurde sie zu Recht 8. AS-Weibchen BRD 2017. Eine rasante Entwicklung mit der keiner so schnell gerechnet hatte. Die 652W stammt väterlicherseits aus der Wunderpaar-Linie von Bernd Haas (über KH. u. T. Wagner) und mütterlicherseits von Max Danzer (Linie Hebberecht).

Die Züchterhistorie

Fritz Kersting züchtet seit mehr als 60 Jahren Brieftauben und betreibt den Taubensport seit 1991 zusammen mit seinen Söhnen Thomas und Benedikt. Fritz arbeitete als selbstständiger Vertreter einer Bausparkasse und ist jetzt Rentner und kann die Tauben morgens und mittags versorgen. Der Industriekaufmann Thomas und Wirtschaftsinformatiker Benedikt betreuen die Tauben am Abend nach der Arbeit. 

Der Senior Fritz hat seit seinem 6. Lebensjahr Brieftauben. Der Taubenvirus sprang durch eine Wildtaube über, die sein Vater von der Jagd mitgebrachte. Fritz reiste fast 40 Jahre in der Schlaggemeinschaft Kersting-Klein. Es wurde bereits im Jahr 1966 die 1. Kreis- u. RV-Meisterschaft, damals noch in der RV Plettenberg errungen.

Im Jahr 1984 wurde der 06559-82-72 bezirksbester Vogel und 2. bester Vogel im Kreisverband 28. Ein Jahr später holte sich der 72 noch den Titel als 2. AS-Vogel im 5. Bezirk u. 3. Bester im KV. Obwohl aus diesem nachweislich super Zuchtvogel zahlreiche Zweistellige gefallen waren und sich auch ein Sohn, der 131, ebenfalls mehrmals auf RV- u. KV-Ebene vorne platzieren konnte, wurde es in diesen Jahren verpasst, einen Stamm auf diesem Vogel aufzubauen.

Im Jahre 1995 wurde beschlossen nur noch gezielt aus bestimmten Linien züchten mit dem Ziel einen Stamm aufzubauen. Der erste Weg führte nach Sundern zu Heinz und Johannes Fulgoni. Eingekreuzt wurden Tauben von Hans-Peter Kluth sowie Rainer Püttmann aus der Prange-Linie 330. Nach der Gründung des Internationalen Fulgoniclubs im Jahre 2004, dessen Vorsitz Thomas Kersting inne hat, kamen jedes Jahr neue Fulgonitauben der „Musketierrasse“ von gleichgesinnten Züchtern hinzu, um die alte Basis zu festigen und mit neuen Linien zu verfeinern.

Im Jahr 2009 wurden„van Koppen-Tauben“ der Wunderpaar-Linie über Karl-Heinz und Timo Wagner sowie Tino Bergemann angeschafft. Dass diese Kreuzung passte, beweist direkt in 2010 der „166“, der aus einem Bergemann-Vogel mit einem Fulgoni/Prange-Weibchen stammt. Die Einkreuzung der Hebberecht-Tauben über Max Danzer in die Wunderpaar-Linie bringt in 2017 die nächste nationale AS-Taube  (652W: 8. AS-Weibchen BRD 2017) hervor.

Durch einen Zufall bekamen wir im Februar 2010 Besuch von Bernd Haas, der mit einem Jungzüchter eine gebrauchte Weibchenvoliere bei uns abholte. Hierdurch entstand eine neue Züchterfreundschaft und neben den neuen Tauben wanderten eine Menge Erfahrungen mit auf den Schlag nach Attendorn. Die Qualität der Haas-Tauben wird jedes Jahr beim Meisterschlag Tino Bergemann, dem quasi „Filial-Schlag“von Bernd Haas, unter Beweis gestellt.

Seit 2011 bereichern außerdem Tauben von Klaus Steinbrink unseren Zuchtschlag (Blutlinienführung alte Janssen-Crack Linie von Hans-Peter Kluth bzw. Hans-Theo Huth), die den neu geschaffenen Taubenstamm noch veredeln sollen. Die Chefin (283W) stammt auf eine Kombination Steinbrink mal Haas.

Im Jahr 2013 kamen Prange-Tauben über Hubert und Jens Borker sowie Hartmut Will hinzu, die auf Anhieb ihre Spuren hinterließen. Diese Tauben in Kombination mit den Haas-Tauben bilden die Grundlage für die aktuellen Erfolge.

 

Methode

Es wird seit 2010 die totale Witwerschaft praktiziert, wobei teilweise die alten Vögel ihre Weibchen zu Hause haben. Wir gehen mit ca. 30 Witwern und 30 Weibchen an den Start. Die Reisevögel sitzen in der Regel tagsüber in der Voliere und nachts in ihren Zellen und werden zweimal täglich für eine Stunde beim Haus trainiert. Die Reiseweibchen sitzen den ganzen Tag in einem dafür vorgesehenen Regal der Fa. Hermes, das sie nur zur Fütterung und zum Freiflug verlassen.

Vor den Flügen werden die Tauben ein paar mal privat trainiert und danach an den RV-Vorflügen teilgenommen. Zwischen den Flügen erfolgt aus Zeitgründen in der Regel kein privates Training mehr. Wenn die Tauben beim Haus gut ziehen, ist das aber auch aus unserer Sicht nicht mehr erforderlich. Es wird viel Wert auf ein qualitativ hochwertiges Futter gelegt, das für die Süd-Ostrichtung sehr energiereich ausfällt. Im letzten Jahr war das das für uns das Reisefutter der Fa. Vanrobaeys und Beyers, das je nach Flugverlauf gemischt wird mit Sämereien, Hanf und Sonnenblumenkernen. Um die Mineralstoffversorgung zu gewährleisten steht täglich frischer Grit zur Verfügung. Ergänzt wird die Futterversorgung mit Tolyamin, Eiweiß-Pulver, Lecithin, Bierhefe und Bony. Zur Trinkwasserdesinfektion wird Avidress plus eingesetzt. Die Tränken werden täglich ausgewaschen und ausgetrocknet. Insgesamt gilt für die Versorgung: Weniger ist mehr!"

Die Tauben werden im Januar angepaart und ziehen Junge der Zuchttauben groß. Die Tauben werden gegen Paratyphus, Paramyxo und Pocken geimpft. Haben die Tauben vom Tierarzt einen negativen Befund bekommen, gehen sie idealer Weise ohne Medikamenteneinsatz an den Start. Es muss das Ziel sein, möglichst ohne Medikamente die Tauben das komplette Reisejahr fit zu halten.
Es wird auch viel Wert auf die Jungtierreise gelegt. Die Jungtauben werden abgedunkelt und belichtet und gehen dadurch mit vollem Gefieder an den Start. Dies ist unserer Meinung nach die tiergerechteste Methode. Die Jungtauben sollen an möglichst vielen Flügen mit großen Taubenzahlen teilnehmen, damit sie schon in jungen Jahren das Lösen aus dem Schwarm lernen! Es gilt hier das Motto: „Früh übt sich, wer ein Meister werden will.“

Zucht- und Reise-Strategie

Bei Taubenzüchtern gibt es eine Reihe von Theorien, die eine Aussage über die Qualität oder den Wert einer Taube geben sollen (Augentheorien, Körperform, Flügel oder Gefieder- und Muskulatureigenschaften). All diese Theorien sind grau und beruhen auf keinen wissenschaftlich oder praxiserprobten Studien. Deshalb sollten  einzelne Theorien nicht zu ernst genommen werden. In der Mischung aus allen Theorien mag vielleicht ein Stück Wahrheit stecken. Die Zuchtstrategie sollte sich aber auf die besonderen Eigenschaften der Orientierungsfähigkeit und Schnelligkeit konzentrieren, alle anderen Faktoren sind nebensächlich.

Resümee

Unsere Erkenntnis aus den vielen Züchter-Gesprächen und gesammelten Erfahrung war eindeutig:
In erster Linie ist die Tauben-Qualität der Schlüssel zum Erfolg.
Mit einem guten Schlagklima und einer konsequenten Versorgungssystem werden die Grundsteine für erfolgreichen Taubensport gelegt. Für all diese Dinge ist natürlich der Züchter selbst verantwortlich und damit maßgebend dafür, wie erfolgreich er den Brieftaubensport für sich gestalten kann. 





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